Erste Tipps

Dokumentieren:
Sehr empfehlenswert ist es alles in einem Tagebuch aufzuschreiben. Es wird später helfen konkrete Tatsachen in die Erinnerung zu rufen.
Mediation:
Es macht sicherlich immer wieder Sinn den Weg der Mediation zu gehen. Ein Wermutstropfen sei aber schon hier an dieser Stelle erlaubt: Oft erwarten die Eltern von der Mediation, daß der neutrale Mittler gerade nur der anderen Seite endlich einmal klar macht, was richtig oder falsch ist. Dann wird die Mediation natürlich scheitern. Also einerseits kein Wunder erwarten und andererseits eigene Beweglichkeit einbringen. Mediation wird von den Jugendämtern angeboten und anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen, auch der Verein DIALOG ist kompetent und macht Mediationsangebote. Wer die Mediation befürwortet, dürfte Bonuspunkte sammeln können, wer sie verweigert Maluspunkte.
Umgangsformen:
Nicht nur im richtigen Leben, sodnern gerade auch bei Konflikten, wird sich ein gepflegter Umgangston immer positiv auswirken, wenn nicht damit auch gleich der wesentliche Teil der Sachargumentation geopfert wird. Wer kommunikationskompetent ist, also zuhören kann und in der Lage ist seine eigenen Ansprüche sachlich darzustellen und -das ist wichtig- auch begründen kann, wird leichter ernst genommen.
Prozeßvertretung:
Während Unterhaltsprozeße eine anwaltliche Vertretung vorsehen, kann sich jeder in isolierten Prozessen zum Umgangsrecht selber vertreten.
Unabhängig, ob sich ein Vater selber vertritt, einen Beistand hinzu zieht oder sich anderer Hilfe bedient, die Entscheidungen und die Verantwortung zum Vorgehen bleiben bei dem Vater. Ein Vater, der mit dem Ergebnis einer Verhandlung nicht zufrieden ist, hätte also während der Verhandlung diesem Widersprechen müssen.
